Wahlkampf: „Für die Zukunft handeln“

FDP setzt im Wahlkampf auf Bildungs- und Finanzpolitik
„Für die Zukunft handeln“
Jochen Brünner
Ganderkesee. „Die Stimmung an der Basis ist wieder gut. Wir sagen inzwischen viel deutlicher unsere Meinung, als wir das früher getan haben“, hat Christian Dürr, Vorsitzender der FDP im Niedersächsischen Landtag, bei seiner Wahlkampf-Sommertour festgestellt. Am Mittwoch hatten die heimischen Parteifreunde eingeladen, um zu berichten, was sie in der kommenden Wahlperiode auf die Beine stellen wollen.

Wahlprogramm vorgestellt
Die FDP-Kandidaten Hans-Jürgen Hespe, Konrad Lübbe, Marion Daniel, Heiko Ackermann, Marion Vosteen und Maren Schwarting (von links) sowie ihr Landtagsabgeordneter Christian Dürr (2. von rechts) haben jetzt ihr Programm für die Kommunalwahl vorgestellt. (JOCHEN BRÜNNER)

Dass die FDP in Ganderkesee Kindertagesstätten und Schulen ausbauen sowie bezahlbaren Wohnraum schaffen will, findet sich in ähnlicher Form auch in den Programmen anderer Parteien. Es gibt aber auch Themen, mit denen sich die Liberalen von ihren Mitbewerbern abheben. „Wir wollen, dass die Schulträgerschaft der Oberschulen auch weiterhin bei der Gemeinde bleibt“, nennt Spitzenkandidatin Marion Daniel ein Beispiel. Und die Partei strebt immer noch einen Anschluss der Westtangente an die B 213 an. Ein alter Plan ist die Idee, die Rathausstraße besser an die Raiffeisenstraße und die dort vorhandenen Märkte anzubinden – entweder über eine Brücke, einen Tunnel oder einen ebenerdigen Bahn-Übergang. Weiterhin steht die FDP für die Entwicklung von Gewerbe und Landwirtschaft.

Die „thematische Klammer“ im Kommunalwahlkampf seien aber eindeutig die Themen Bildungs- und Finanzpolitik, sagt Dürr. Schließlich habe die Partei auch im Landtag immer wieder positive Resonanz auf ihr Bemühen um Haushaltsdisziplin erfahren. „Wir brauchen kein Bürgerhaus mit sieben Mitarbeitern. Da muss man auch mal den Mut haben, Nein zu sagen“, erklärt Marion Daniel. Das Freibad sei als Standortfaktor wichtig, und die Technik müsse auf den neuesten Stand gebracht werden, betont Hans-Jürgen Hespe. Aber man müsse auch die Folgekosten im Blick behalten. „Wir dürfen unsere Entscheidungen nicht nur an der Gegenwart ausrichten, sondern müssen auch für die Zukunft verantwortungsvoll handeln“, erklärt er das politische Credo.

Neu ist ebenfalls die Idee einer „Ideenkarte“, auf der Bürgerinnen und Bürger notieren können, welche Themen sie im Gemeinderat gern behandelt haben möchten – auch wenn die entsprechenden Forderungen nicht mehr ins offizielle Programm einfließen werden. Nachdem die FDP bei der „Fokushima-Wahl“ 2011 zwei Sitze im Gemeinderat verloren hatte (von fünf auf drei Mandate) hoffen die Verantwortlichen, nach der Kommunalwahl am 11. September wieder vier Ratsleute stellen zu können. „Vier plus x“, gibt Daniel als Ziel aus.

Quelle: Delmenhorster Kurier vom 15.07.2016

Parteien: Liberale trumpfen mit „Ideenkarte“ auf

Ganderkeseer FDP stellt Programm vor – „Kein teures Bürgerhaus“
Stefan Idel

Ganderkesee Nebulöse Erklärungen sind nicht die Sache der FDP: „Bildung und Finanzen. Mit diesen Themen wollen wir bei der Kommunalwahl am 11. September punkten“, sagt Christian Dürr, FDP-Fraktionsvorsitzender im Niedersächsischen Landtag. Die öffentliche Schullandschaft müsse wettbewerbsfähig bleiben. Außerdem wollen die Liberalen mit dem Geld der Steuerzahler vernünftig umgehen und keine neuen Schulden machen.

Im Beisein von Dürr und zahlreichen Kandidaten stellte die Ganderkeseer FDP, allen voran Ortsverbandsvorsitzende Marion Daniel, am Mittwoch im Hotel „Zur Jägerklause“ ihr Programm für die Wahl vor. Schwerpunkt sei weiterhin der Ausbau der Kindertagesstätten und Schulen, erklärte Daniel. Es müsse weitere Baumöglichkeiten in der Gemeinde geben sowie bezahlbare Wohnungen auch für Alleinstehende, Familien und Senioren. Die FDP will weitere Gewerbegebiete ausweisen und landwirtschaftlichen Betrieben Entwicklungsmöglichkeiten bieten. Auch setzen sich die Liberalen für eine Verkehrsentlastung ein und für eine Weiterentwicklung des Bürgerbus-Konzeptes.

Bei einigen Themen will die FDP „klare Kante“ zeigen: „Wir sind dafür, dass die Trägerschaft für die Oberschulen bei der Gemeinde bleibt“, strich Daniel einen Unterschied zu den anderen Parteien heraus. Auch wolle man „keine Millionen“ für ein Bürgerhaus ausgeben. Die Westtangente soll im Gemeindesüden an die B 213 angeschlossen werden. Auch eine Fußgängerbrücke über die Bahngleise zur besseren Anbindung der Rathausstraße an die Raiffeisenstraße sei sinnvoll. „Die Zeichnung habe ich noch“, so Ratskandidat Konrad Lübbe. Der Erhalt des Verkehrslandeplatzes in Ganderkesee ist Hans-Jürgen Hespe wichtig. Dort gebe es eine gute Entwicklung. Bei der Modernisierung des Freibades werde die FDP auf zukunftsorientierte Ausgaben achten.

Ausdrücklich fordern die Liberalen die Bürger auf, Vorschläge zu machen. Eine „Ideenkarte“ sei über alle Kandidaten und an den Info-Ständen während des Wahlkampfs erhältlich. „Wir wollen versuchen, die Ideen mit umzusetzen“, sicherte Daniel zu. Sie hofft, dass ihre Partei in der nächsten Wahlperiode „mit vier plus x“ Personen im Gemeinderat sitzen wird. Derzeit stellt die FDP drei Ratsmitglieder. Auch einen anderen Punkt strich Dürr heraus: Die FDP sage „wieder ehrlicher“ ihre Meinung.

Quelle: Nordwest-Zeitung vom 15.07.2016

Wahlprogramm vorgestellt: Bildung und Finanzen Topthemen der Ganderkeseer FDP

Ganderkesee. Bildung und Finanzen sind die Topthemen, mit denen die FDP Ganderkesee in den Kommunalwahlkampf ziehen will. Das haben Spitzenkandidatin Marion Daniel und der niedersächsischen Landtagsfraktionschef Christian Dürr am Mittwochabend bei der Vorstellung des Wahlprogramms betont.

Vorstellung Wahlprogramm
Sie stellten das Wahlprogramm und die Ideenkarte der FDP Ganderkesee vor: (von links) Hans-Jürgen Hespe, Konrad Lübbe, Spitzenkandidatin Marion Daniel, Heiko Ackermann, Marion Vosteen, Christian Dürr und Maren Schwarting. Foto: Thomas Deeken

In den drei Wochen vor dem Wahltermin am 11. September will sich der in Kürze 35 Personen starke Ortsverband den Wählern an Infoständen präsentieren. Das Ziel der Partei: überzeugen und „vie… (mehr)

Quelle: Delmenhorster Kreisblatt vom 15.07.2016