Schwarzes Ross: FDP begutachtet Räume

Umbau Schwarzes Ross
Vom Umbau des Schwarzen Rosses ist die FDP begeistert: Ortsverbandsvorsitzende Marion Vosteen, Fraktionsvorsitzende Marion Daniel und Ratsmitglied Hans-Jürgen Hespe besichtigen mit Geschäftsführer Ibrahim Celik die neuen Hotelzimmer. Foto: Kristina Müller

FDP begutachtet neue Räume: Schwarzes Ross in Bookholzberg um Hotelbetrieb erweitert. Bookholzberg ist nun um weitere Übernachtungsmöglichkeiten reicher – und zwar im Schwarzen Ross. Der Geschäftsführer plant sogar noch weiter.  

„Bookholzberg ohne Übernachtungsmöglichkeit geht nicht mehr“, stellte Marion Daniel, Fraktionsvorsitzende der FDP, bei ihrem Besuch im neuen Schwarzen Ross fest. Und auch Geschäftsführer Ibrahim Celik bestätigte: „Der Bedarf ist groß, besonders für Gäste, die auf der Durchreise sind.“

Im Rahmen einer umfangreichen Renovierung hat er das Restaurant um ein Hotel erweitert und im Zuge dessen auch den Festsaal und die Küche erneuert. Seit November 2014 führt er das Restaurant. Bereits vor der Übernahme hatte er die Räume mit neuen Böden, Leitungen versehen. Nun können Gäste dort auch übernachten.

Ausländische Gäste

Zehn Zimmer sind nun über der Gastronomie zu finden, davon eines für Familien, fünf Doppel- und vier Einzelzimmer. „Ich habe eher mit Monteuren gerechnet“, berichtete Celik. Stattdessen würden vor allem viele ausländische Gäste, etwa aus Norwegen oder Belgien, dort übernachten, die das Schwarze Ross als Zwischenstopp nutzen.

Der Clou um den neuen Hotelbereich: Die Gäste können auch ohne Personal bequem jederzeit einchecken. Mit einem speziellen System vor den Türen ausgerüstet, können die Besucher über eine Pin-Nummer, die sie zuvor online erhalten, ein Tresorfach öffnen, in dem dann die jeweilige Chip-Karte für das Zimmer hinterlegt ist. So sei auch der Check-Out ohne Personal möglich, wenn die Rechnung bereits im Vorfeld bezahlt wurde.

Erweiterung geplant

Doch Celik hat schon die nächsten Pläne geschmiedet: Da die Nachfrage nach Großveranstaltungen, vor allem zur Weihnachts- und Kohlzeit, derart groß sei, würde er das Gebäude gerne nach hinten raus erweitern. Dazu würden auch bereits Gespräche laufen.

In dem Anbau soll dann ein zweiter Saal entstehen, der unabhängig von dem anderen versorgt werden kann, bei Bedarf aber an den anderen als Erweiterung angeschlossen werden kann. Darüber könnten dann auch weitere Hotelzimmer eingerichtet werden. Im jetzigen Saal ist nun auch eine Theke aufgestellt worden, da die Bedienung vom hinteren Kneipenbereich bei Feiern zu umständlich sei. Für Gäste jeglicher Art ist das Schwarze Ross nun also erst einmal gerüstet.

Quelle: Delmenhorster Kreisblatt vom 17.05.2017

Gastronomie:„Schwarzes Ross“ soll wachsen

von Karoline Schulz
Lange war das Bookholzberger Traditionshaus angeschlagen. Mit dem neuen Inhaber kommt jetzt auch der Hotelbetrieb wieder in Schwung.
 
Umbau Schwarzes Ross in Bookholzberg
Gastronom Ibrahim Celik (rechts) führte der FDP-Ortsverbandsvorsitzenden Marion Vosteen, Fraktionschefin Marion Daniel und Ratsmitglied Hans-Jürgen Hespe unter anderem ein Familienzimmer im neu gestalteten Hotelbreich vor. Bild: Karoline Schulz

Bookholzberg Dorfgasthöfe haben es schwer. Auch im Ganderkeseer Gemeindegebiet haben Traditionsbetriebe in den vergangenen Jahren ihre Konzepte entweder grundlegend umgekrempelt – oder aus wirtschaftlichen Gründen ganz aufgegeben.

Ibrahim Celik trotzt diesem Trend: Seit November 2014 betreibt der Ganderkeseer das lange Zeit angeschlagene Bookholzberger Gasthaus „Zum schwarzen Ross“. Und seine Bilanz nach gut zweieinhalb Jahren sieht alles andere als negativ aus. Bereits im Vorfeld der Neueröffnung hatte Celik unter anderem Saal und Küche umfangreich saniert, 2016 nahmen die Handwerker schließlich das Obergeschoss in Angriff.

Bei einem Ortstermin der Ganderkeseer FDP-Fraktion berichtete Celik am Mittwoch sogar von Erweiterungsplänen: Der studierte Betriebswirt möchte den Saal seines Gastronomiebetriebs um einen Neubau verlängern, so dass zwei große Gesellschaften parallel bedient werden können oder bei geöffneter Trennwand noch weitaus größere Gruppen Platz finden. „Die Nachfrage bei Großveranstaltungen ist insbesondere in der Vorweihnachts- und in der Kohlzeit hoch“, sagte Celik. Seine Neubaupläne sehen vor, dass der zweite Saal komplett autark bewirtschaftet werden kann.

Vor Kurzem hat Celik die ehemalige Sektbar zum Gastraum umgebaut und zum Kaminzimmer hin geöffnet. Und seit Anfang dieses Jahres bietet er im „Schwarzen Ross“ auch wieder Hotelzimmer an. Dafür hat er die zuletzt ungenutzten Räume im Obergeschoss des Hauses komplett modernisiert und auch allerlei Wände verrückt. Beeindruckt zeigte sich die FDP-Fraktion nicht nur von den neuen Räumen, sondern auch vom Schließkonzept: Über einen computergestützten Nachttresor haben Hotelgäste rund um die Uhr die Möglichkeit, einzuchecken, ohne dass Personal vor Ort sein muss. Ihre Schlüsselkarte und ein Begrüßungsschreiben erhalten sie bei Eingabe eines Codes am Hoteleingang.

Eigentlich habe er damit gerechnet, dass vor allem Monteure die Übernachtungsmöglichkeiten im „Schwarzen Ross“ nutzen würden, sagte Celik. Tatsächlich kämen aber viele Gäste, die entweder zu Feiern anreisten, oder sich auf der Durchreise befänden – auch Gäste aus dem Ausland.

Die vorhandenen zehn Zimmer reichen laut Celik zu Stoßzeiten schon jetzt nicht mehr aus. Im Zuge der Saal-Erweiterung plant er auch zusätzliche Hotelzimmer. Die bislang ungenutzten und in die Jahre gekommenen Nebengebäude am Rande des Parkplatzes sollen weichen.

Quelle: Nordwest-Zeitung vom 18.05.2017